PERKEOS Maschggra
SALURN an der Weinstrasse
Clemens Pankert, genannt Perkeo, geboren in Salurn, Fasswächter unter Kurfürst Karl Philipp zu Heidelberg kehrt zurück. Zu Maschggra wird er auf dem Wagen mit dem Großen Fass mit Sack und Pack in Salurn einziehen, und wir rufen alle Salurner auf, ihn freudig zu begrüßen.
Nach vielen Jahren in Heidelberg hat er Deutschland satt und kommt zurück in seine alte Heimat. Wie hat sich Salurn verändert? Hoffentlich ist alles noch wie früher, 1720, als er nach Deutschland zog. Erst war er Hofzwerg, dann wurde er Hofmeister und Mundschenk und war für den kurfürstlichen Weinkeller verantwortlich. In diesem Weinkeller stand das Große Fass des Heidelberger Schlosses, darin waren 230 Tonnen Wein.
Aber ihm fehlen die Berge. Und, ganz im Vertrauen, der Heidelberger Wein ist gar nicht gut. Jeden Tag denkt er an den Salurner Vernatsch und an seine Heimat. An einem kalten deutschen Wintertag beschließt er: „I will wieder hoam noch Salurn!“
Der Salurner Bürgermeister übergibt ihm am Unsinnigen Donnerstag die Herrschaft über das Dorf. Am Faschingssamstag zieht dann Perkeo feierlich ein. Auf seinem Wagen mit seinem Weinfass aus Heidelberg, begleitet von seinem Gefolge, zieht er durchs Dorf. Die Leibärzte, die er wegen seiner Krankheit immer dabei hat, schauen ob alle Salurner gesund sind und brav Zähne putzen. Sein Mundschenk reicht ihm seinen Weinpokal, der Hofkantor singt zu seinen Ehren. Der Orschoputzer fährt mit Perkeos Plumsklo hintennach. Wer 20 Liter Wein am Tag trinkt, muss oft aufs Klo. Seine Krankheit Diabetes und Insipidus verlesen das Protokoll: Einen heiteren Blick auf das vergangene Jahr und Geschichten über die Salurner.
Die Salurner Handwerker heißen ihn willkommen: Die Kellermoaster, di Kromer, die Köhler fa Buachholz und die Heudrescher fa Gfrill, die Knopfmacher, die Scharnschleifer und Pfonnenflicker. Die Salurner Feuerwehr passt auf, dass nichts passiert!
Aber das sind lang nicht alle! Die Cembrane kommen über den Berg und suchen einen Bräutigam, die Zogglermusig spielt und die Zigeuner vom Stainhausertol tanzen wie die Wilden. Das Punggamandl ist wieder lebendig und versucht die Salurner anzuschwindeln, Patzeber kommt, von seinem Geist verfolgt, von der Haderburg herunter. In der Bauernwirtschoft bekommt er vielleicht zu trinken, oder am Pudl im Skiparadies Madrut.
Vom Loretokirchl geht es zum Kirchplatz, dann zum Mitterdorfplatz, wo Perkeo von seinem Wagen heruntersteigt um seine Landsleute zu begrüßen. In der Zinftign Kuchl gibt es Kraut, Plent, Wirscht und Wein, der Bäcker macht Grostoi und Kropfn. Hoffen wir, dass uns der Nocknfresser von Sovör nicht alles wegfrisst!
Am Faschingsdienstag gibt Perkeo den Schlüssel wieder an den Bürgermeister zurück, am Aschermittwoch holt uns die Realität wieder ein: für ein Jahr herrscht wieder Meister Giorgio in Salurn.Hoffentlich geht alles gut über die Bühne, und die Floßpiraten von der Etsch und die Ritter von der Haderburg verschonen die armen Salurner.

SALURN an der Weinstrasse
Clemens Pankert, genannt Perkeo, geboren in Salurn, Fasswächter unter Kurfürst Karl Philipp zu Heidelberg kehrt zurück. Zu Maschggra wird er auf dem Wagen mit dem Großen Fass mit Sack und Pack in Salurn einziehen, und wir rufen alle Salurner auf, ihn freudig zu begrüßen.
Nach vielen Jahren in Heidelberg hat er Deutschland satt und kommt zurück in seine alte Heimat. Wie hat sich Salurn verändert? Hoffentlich ist alles noch wie früher, 1720, als er nach Deutschland zog. Erst war er Hofzwerg, dann wurde er Hofmeister und Mundschenk und war für den kurfürstlichen Weinkeller verantwortlich. In diesem Weinkeller stand das Große Fass des Heidelberger Schlosses, darin waren 230 Tonnen Wein.
Aber ihm fehlen die Berge. Und, ganz im Vertrauen, der Heidelberger Wein ist gar nicht gut. Jeden Tag denkt er an den Salurner Vernatsch und an seine Heimat. An einem kalten deutschen Wintertag beschließt er: „I will wieder hoam noch Salurn!“
Der Salurner Bürgermeister übergibt ihm am Unsinnigen Donnerstag die Herrschaft über das Dorf. Am Faschingssamstag zieht dann Perkeo feierlich ein. Auf seinem Wagen mit seinem Weinfass aus Heidelberg, begleitet von seinem Gefolge, zieht er durchs Dorf. Die Leibärzte, die er wegen seiner Krankheit immer dabei hat, schauen ob alle Salurner gesund sind und brav Zähne putzen. Sein Mundschenk reicht ihm seinen Weinpokal, der Hofkantor singt zu seinen Ehren. Der Orschoputzer fährt mit Perkeos Plumsklo hintennach. Wer 20 Liter Wein am Tag trinkt, muss oft aufs Klo. Seine Krankheit Diabetes und Insipidus verlesen das Protokoll: Einen heiteren Blick auf das vergangene Jahr und Geschichten über die Salurner.
Die Salurner Handwerker heißen ihn willkommen: Die Kellermoaster, di Kromer, die Köhler fa Buachholz und die Heudrescher fa Gfrill, die Knopfmacher, die Scharnschleifer und Pfonnenflicker. Die Salurner Feuerwehr passt auf, dass nichts passiert!
Aber das sind lang nicht alle! Die Cembrane kommen über den Berg und suchen einen Bräutigam, die Zogglermusig spielt und die Zigeuner vom Stainhausertol tanzen wie die Wilden. Das Punggamandl ist wieder lebendig und versucht die Salurner anzuschwindeln, Patzeber kommt, von seinem Geist verfolgt, von der Haderburg herunter. In der Bauernwirtschoft bekommt er vielleicht zu trinken, oder am Pudl im Skiparadies Madrut.
Vom Loretokirchl geht es zum Kirchplatz, dann zum Mitterdorfplatz, wo Perkeo von seinem Wagen heruntersteigt um seine Landsleute zu begrüßen. In der Zinftign Kuchl gibt es Kraut, Plent, Wirscht und Wein, der Bäcker macht Grostoi und Kropfn. Hoffen wir, dass uns der Nocknfresser von Sovör nicht alles wegfrisst!
Am Faschingsdienstag gibt Perkeo den Schlüssel wieder an den Bürgermeister zurück, am Aschermittwoch holt uns die Realität wieder ein: für ein Jahr herrscht wieder Meister Giorgio in Salurn.Hoffentlich geht alles gut über die Bühne, und die Floßpiraten von der Etsch und die Ritter von der Haderburg verschonen die armen Salurner.
www.perkeo.org

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