Region: Südtirol - Trentino | Provinz: Bozen [BZ]

Freitag - 21.01.2005

Gugge Musik - Alps Coliseum

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Die Entstehung der Gugge Musik!

Die Guggenmusik, kommt ursprünglich aus der Schweiz und schwappte dann auf den alemannischen Raum über. Weitere Bezeichnungen sind: Guggemoseg, Guggemusig, Chatzemusi ( laut, schräg ,jämmerlich ) .

Im 16. Jahrhundert zur Fastnachtszeit zog man anfangs mit Rasseln, Blecheimer, Trommeln, Kuhglocken oder Pfeifen umher.

Es wurden auch Masken und Kostüme verwendet, um die Geister des Winters oder die Pest zu vertreiben.Da die Bevölkerung arm war, nahm man oft Tücher und alte Lumpen, und eine Menge Phantasie um sich zu verkleiden. Heute sind die Kostüme der Guggen meistens recht aufwenig und fantasievoll.

Als im Jahr 1876 zum ersten mal eine Guggemusik beim Morgenstreich in Basel ( ab 4.00 Uhr in der Früh ) mitmaschierte, wurden heftige Proteste laut. So sind heute nur noch Pfeifer und Drummler am Morgenstraich erlaubt.

1934 erlebten die Guggemusiken ihren großen Aufschwung, und zogen am nicht genutzten Fastnacht Dienstag ( der nun als spezieller Guggetag in der Schweiz gilt ) in großer Zahl durch Basel. Auch Luzern ist eine Hochburg der Guggemusiken (ca. 200 Guggen).

Guggemusik ist eine Art von "Musikkapelle" bei der eigentlich nur Instrumente wie Trompete, Posaune und das Schlagwerk ( Trommel, Pauken ect.) verwendet werden. Dabei kommt es weniger auf richtiges, fehlerfreies spielen an, sondern vielmehr auf die Gaudi und die Originalität. Es soll absichtlich etwas "schräg" klingen. Aber auch richtig falsch zu spielen muss gelernt sein !!!!

In den 50zigern schwappte das Guggefieber dann nach Süddeutschland, Italien und Österreich über. Heute gibt es viele Arten von Guggemusik, von schön schräg bis zur Big Band Gugge, die an der Fastnacht die Leute (mehr oder weniger) begeistern. Das Wichtigste ist allerdings, dass man Spass an der Sache hat.
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